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Clown & Smiley - 3.11.06
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Clown und Smiley Gitta Schürck, Laaber 03. November 2006 Es war einmal ein Clown und ein Smiley. Sie waren unzertrennlich, denn sie hatten gemeinsam das Licht der Welt erblickt. Doch sie konnten verschiedener gar nicht sein. Der Clown wollte immer lustig sein und konnte es nicht. Je mehr er es versuchte, desto weniger gelang es ihm. Er besuchte sogar eine Schule, um endlich ein richtiger Clown zu werden. Er erlernte das ganze Handwerk eines Clowns. Doch je mehr er lernte, desto ernster wurde er und desto weniger Spass hatte er am Leben. Auch die Menschen, mit denen er es zu tun hatte, reagierten ernst auf ihn. Viele bekamen sogar Angst. Sie fürchteten sich vor seiner Ernsthaftigkeit und der Tiefe, die dahinter steckte. Smiley war da ganz anders. Smiley war ein Sonnenschein. Er lächelte immer und verbreitete sein Strahlen in die Welt. Die Menschen fanden ihn witzig und mussten immer lachen, egal was Smiley sagte oder tat. Dabei wollte Smiley, dass die Menschen ihn ernst nahmen. Doch je mehr er versuchte, ernsthaft zu sein, desto mehr lachten sie über ihn. Er besuchte viele Meditationskurse, um ernsthafter zu werden, er machte ernsthafte Musik, doch je mehr er es versuchte, desto lustiger wurde er und desto mehr lachten die Menschen. Clown und Smiley klagten sich gengenseitig ihr Leid. Sie fühlten sich von der Welt unverstanden. Wie gut, dass sie einander hatten. So kamen sie auch gemeinsam auf die Lösung ihrer Probleme. Sie mussten miteinander verschmelzen. So wären sie eins und hätten von jedem etwas, etwas Ernsthaftigkeit und etwas Lustiges. Da Clown und Smiley Bonbons waren, sprangen sie gemeinsam in kochend heisses Wasser, um eins zu werden. Sie lösten sich auf. Damit hatten sie nicht gerechnet. Übrig blieb eine süsse Wassersuppe, die weder ernst noch lustig war und die so lange vor sich hinköchelte, bis sie verdampfte. |
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Der Schmerz - 19.04.12
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Schmerz – und was dazu gehört Gitta Schürck, Laaber 19. April 2012
Was spricht die Sehnsucht, wenn der Sturm vorüber ist? Wo bleibt die Zeit, wenn sie nicht mehr auf Erfüllung drängt? Was bleibt an Wert, wenn die Werte wieder zurecht gerückt? Was sagt der Schmerz, wenn die Wunde nicht mehr blutet? Wieviel Schmerz und Leid braucht die Selbsterkenntnis? Ist die Fähigkeit zu Leiden die Suche nach dem Glück?
Es ist immer nur die Vorstellung von Glück, die leiden lässt, es ist die Sehnsucht, die nach vorne strebt, hin zur Erfüllung, von der sie nicht weiss, was erfüllt werden soll, nicht weiss, wonach sie wirklich sucht, nur eine Ahnung, nur eine flüchtige Erinnerung, vielleicht auch nur eine Erinnerung an das war nie war, an das, was gefehlt hat, an das was geschmerzt hat, weil es nicht war.
Ist Sehnsucht Schmerz? Ein Drang zum Ganzwerden, zum wieder Eins sein? Es tut weh getrennt zu sein. Oder ist der Schmerz nur eine Grenze im Kopf, die trennt, was zusammen gehört, die nicht wahr haben will, dass ein Zaun auch übersprungen werden kann, dass der Weg zur Wiese nicht versperrt ist.
Welch fataler Glaube zu meinen, dass die Erfüllung der Sehnsucht im Du liegt, zu meinen, nur weil ein Schmerz sich berührt, nur weil im Sagen: „Siehe, ich sehe dich, siehe ich weiss“ zu meinen, dass allein das Teilen von Schmerz Liebe sei, zu meinen, nur weil meine Sehnsucht nicht erfüllt ist, fehlt die Liebe, nicht im Teilen des Schmerzes allein liegt die Liebe, sondern im Erkennen, dass Liebe da ist, hier, jetzt, und dass der Schmerz einzig und allein das Erkennen ihrer Abwesenheit signalisiert und das Erkennen, sie wieder gefunden zu haben – jetzt, da es weh tut, jetzt, da du mir weh tust, die Sehnsucht geht ihren eigenen Weg, jede und jeder für sich allein, die Frage bleibt offen, was sie wirklich meint, wohin sie wirklich will, das Erkennen, dass das Du der Überbringer der Erkenntnis um die eigene Lieblosigkeit, die eigene Verblendung, des eigenen Haftenbleibens im Schmerz sein kann, zu Erkennen, dass ich genau dieses Jetzt und dieses Da-Sein gelebt habe, leben wollte, leben will, zu Erkennen, dass dein Schmerz nicht mein Schmerz ist, auch wenn ich ihn teile, auch wenn ich ihn fühle, so als wenn er meiner wäre, zu Erkennen, dass ich da war, immer, dass ich ja gesagt habe und dass ich das wieder leben will,
was bleibt ist, zu sagen: DANKE – ich liebe mich - und deshalb liebe ich - JETZT.
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Narrenlied - Jan 2012
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Das Narrenlied (Text und Musik Gitta Schürck)
Menschen, wie du und ich, die sich lieben, die sich hassen, Menschen, wie du und ich, voller Neid und voller Gier, Menschen, wie du und ich, die Lügen können sie nicht lassen, Das Missverständnis ist ihr Elexier, Die Liebe können sie nicht lassen, dafür sind sie hier.
Narren braucht das Land, für den Spiegel in der Hand, erzählen die tollsten Geschichten, für die Bösen und die Guten, alle können alles sehen – oder nichts, oder nichts, machen Fehler für die ander'n, brechen Reglen und Tabus, und Tabus, und Tabus, haben keine Herren, sie sind frei und kreativ, kreativ, kreativ.
Narren braucht das Land, Narren braucht das Land, Narren braucht das Land, Land, Land.
Narrenlied
Bemerkung: Beim Texten wurde ich inspiriert durch das Buch von Dirk David (illustriert von Dorit David): "WonderFool - Ansichten aus dem Nichts" Synergia ISBN-10: 393927223X ISBN-13: 9783939272236 http://www.weltbild.de/3/16974570-1/buch/wonderfool.html |
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Im Schmelz der Zeit - 24.12.11
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Im Schmelz der Zeit, sieht jede Liebe anders aus - von ferne jeder Mensch so einzigartig, so verbunden mit mir, verknüpft mit meiner Erinnerung, mit dem, was abbildet in mir, von Nahem ist allen das eine gleich, die Einzigartigkeit, das Sehnen in der eigenen Liebe, die Sucht zu finden im Du, was verloren geglaubt, blind, um zu sehen, die Suche nach der Verbundenheit zum Ganzen, dem Einzigen, von dem jeder und jede ein Teil des Ganzen, das Ganze einzig in sich trägt, so wie aus jedem Samen eine Pflanze wird, und den Samen des Neuen wieder in sich trägt, immer gleich im Wandel des Schmelzes, bereit, sich hinzugeben, zu sterben, bereit sich zu verlieren, um sich zu finden, in der Einzigartigkeit des Eigenen, teilzuhaben am grossen Ganzen - im Alleinsein, denn nur welche allein diese ganze Liebe, diese Verbundenheit kennt, kann das Einzige im anderen, der anderen sehen - auch oder gerade von ferne, mit einem Ozean von Leben dazwischen - noch gelähmt von Angst, zerrisenn von Trauer und Furcht, geblendet von der Morgensonne, die Gltzerlichter geben Verheissung, und doch bereit zu schwimmen und abzutauchen o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o zurück nach Hause. |
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